PAGAnInI

Personalized Augmented Guidance for the Autonomy of People with Intellectual Impairments

Laufzeit: 01.09.2019 31.08.2023

Förderung durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Leitung/weitere Forschende:

Prof. Dr. phil. Udo Seelmeyer

Prof. Dr. phil. Gudrun Dobslaw (Fachhochschule Bielefeld)
Tristan Gruschka (Fachhochschule Bielefeld)
Prof. Patricia Stolz (Fachhochschule Bielefeld)

Beteiligte Fachbereiche:

Fachbereich Sozialwesen

Fachbereich Gestaltung

Beteiligung/Partner:

AWO Siegen-Wittgenstein

v.Bodelschwinghsche Stiftung Bethel

Über das Projekt

Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung eines adaptiven Lern- und Trainingssystems, sodass sich Menschen mit Behinderungen möglichst selbstständig und sicher im öffentlichen Raum bewegen können. Das System umfasst weitaus mehr als eine Navigations-App. Es bietet Funktionen für ein individuelles Trainings-Arrangement an dem Menschen mit Behinderung aktiv beteiligt sind.


Eine wesentliche Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben ist die möglichst uneingeschränkte Mobilität. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass sich gerade Menschen mit Behinderung wenig eigenaktiv in ihrem Sozialraum bewegen und sehr abhängig von Unterstützung durch ihr soziales Umfeld oder Fachkräfte sind (vgl. Dusseljee et al 2011).


Ausgehend vom individuellen Lernstand des Einzelnen, seinen/ihren Bedürfnissen wird das System eingerichtet und lernt mit: Finden Lernerfolge statt, werden weniger Hilfestellungen gegeben, ist größerer Unterstützungsbedarf notwendig, dann werden die Hilfestellungen intensiviert. In diesen partizipativ angelegten Lernprozess sind Klient*innen wie auch professionelle Dienstleister*innen gleichermaßen und gleichberechtigt eingebunden. Zudem werden Projekt-Zwischenergebnisse projektbegleitend mit dem Ethikbeirat abgestimmt.


Nach der Abklärung der Voraussetzungen zur Erprobung von PAGAnInI (z.B. Datenschutzbestimmungen) und der Erarbeitung und eines Konzeptes für die Basisversion, wird diese zunächst in einer Pilotversion erprobt und evaluiert. In einem nächsten Schritt wird die Basisversion von PAGAnInI entwickelt, die Beteiligten geschult, und nach der Erprobungsphase wiederum ausgewertet. Zudem muss geklärt werden, auf welche Weise das zusätzlich entwickelte und erprobte Betreuer*innenmodul in die Organisation implementiert werden kann. Abschließend können die Projektergebnisse mit Blick auf eine breite Nutzung des Systems aufbereitet werden.