Prof.in Dr. phil. Katja Makowsky
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Prof.in Dr. phil.  Anna Lena Rademaker
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Dr. phil. Alexander Parchow
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Dr. phil. Havva Mazı (Career@BI)
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Dr. phil. Katrin Kunze

 

Reallabor Frühe Hilfen

Ziel des Reallabors „Frühe Hilfen“ ist es, Versorgungsangebote entsprechend den Bedürfnissen der Zielgruppen passgenau zu konzipieren, umzusetzen sowie zu evaluieren. Unsere Zielgruppen sind u. a. Familien mit Migrationshintergrund und Mütter und Familien mit besonderen Versorgungsbedarfen, die sich „zwischen“ Systemen und Themenbereichen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich bewegen. Dazu gehören z. B. Unterstützung bei Sucht, psychischen und chronischen Erkrankungen und Vermittlung bedarfsgerechter und wohnortnaher Hilfen.
Die Arbeit des Reallabors ermöglicht es, gesellschaftlich relevante Fragen mit allen Beteiligten herauszuarbeiten und an Lösungen für festgestellte Schwierigkeiten oder Fragestellungen zu arbeiten.

Orientiert am Verständnis des Reallabors qua Experimentierklausel (Verständnis BMWK, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) und dem Public Health Action Cycle (PHAC) sollen im Reallabor Frühe Hilfen innovative Dienstleistungen insbesondere unter Verwendung digitaler Technologien erprobt werden, die mit dem bestehenden Rechts- und Regulierungsrahmen in der aktuellen Versorgungspraxis nur bedingt vereinbar sind. Diese Erprobung soll in real existierenden Experimentierräumen in den diversen Bielefelder Quartieren mit unterschiedlichen Schwerpunkten und unterschiedlichen Ansätzen erfolgen; zugleich werden bereits bestehende Angebote und Programme weiterentwickelt.

Das Reallabor Frühe Hilfen bietet die Möglichkeit, die Umsetzung des Rechtsrahmens exemplarisch voranzutreiben; bezogen auf ausgewählte Zielgruppen mit besonderen Versorgungsbedarfen zwischen den Systemen und Themenbereichen. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, das weitere Zusammenwachsen zwischen Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitsbereich zu fördern.

Im Reallabor Frühe Hilfen werden Forschungsprojekte mit partizipativen und transdisziplinären Ansätzen durchgeführt. Dementsprechend forschen und entwickeln bei uns unterschiedliche Akteur:innen der jeweils beteiligten Berufsgruppen, Einrichtungen sowie potenziell Nutzende im Reallabor Frühe Hilfen und in unterschiedlichen Experimentierräumen gemeinsam.

 


Quellen:

BMWi (2021): Neue Räume um Innovationen zu erproben. Konzept für Reallabore-Gesetz. Verfügbar über: www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitale-Welt/konzept-fur-ein-reallabore-gesetz.pdf, Abruf vom 14.2.2023;
 
Zum Public Health Action Cycle:
Hartung S., Rosenbrock, R. (2022): Public Health Action Cycle / Gesundheitspolitischer Aktionszyklus. Verfügbar über: dx.doi.org/10.17623/BZGA:Q4-i099-2.0; Abruf vom 14.2.2023
 
 


  • Kurzvita
    @ Fotowerk Halle

    Dr. phil. Alexander Parchow

    Seit Juli 2023  ist Dr. phil Alexander Parchow im Projekt TransCareTech tätig und beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Erforschung des „Reallabors Frühe Hilfen“.

    Zuvor war er vier Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Münster mit den Arbeits- und Forschungsschwerpunkten Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere Hilfen zur Erziehung) sowie Menschen in prekären Lebenslagen (insbesondere Wohnungs- und Obdachlosigkeit sowie Armutsfolgen) tätig. Im Rahmen seiner erziehungswissenschaftlichen Promotion untersuchte er in einer 10-jährigen Längsschnittstudie die Lebensverläufe von jungen Menschen, die zeitweise in einer Maßnahme der Heimerziehung untergebracht waren.

    Vor seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat er mehrere Jahre praktische Erfahrungen als Sozialarbeiter sammeln können. Unter anderem war er in zwei stationären Wohngruppen, als Einrichtungsleitung für Flüchtlingsfamilien und im Allgemeinen Sozialen Dienst eines Jugendamtes tätig. In seinem Masterstudium „Jugendhilfe“ hat er sich auf Konzeptentwicklung und Organisationsgestaltung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe spezialisiert.

  • Persönlicher Fokus

    Im Rahmen seiner Tätigkeit beschäftigt sich Dr. phil Alexander Parchow vor allem mit dem Aufbau von Strukturen für das Reallabor Frühe Hilfen. Dies beinhaltet die partizipative Beteiligung von Praxisakteur:innen und Adressat:innen. Dabei geht er unter anderem der Frage nach, welche Möglichkeiten es für eine bedarfsgerechte, innovative und technologiegestützte Weiterentwicklung der Frühen Hilfen in Bielefeld gibt.

  • Vision

    Familien mit kleinen Kindern, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, sind häufig auf professionelle Unterstützung, z. B. aus dem Bereich der Sozialen Arbeit, angewiesen. Gleichzeitig zeigen verschiedene Studien, dass unter anderem die Gesundheit, die soziale Teilhabe und die Lebenschancen von Kindern aus belasteten Familien deutlich schlechter sind und ihr Aufwachsen mit vielfältigen Risiken verbunden ist.

    Seine Vision setzt an der Verbesserung der Lebensbedingungen von Familien mit kleinen Kindern (in erschwerten Lebenslagen) an, indem nicht nur ihre Bedarfe sichtbar gemacht und partizipativ bearbeitet werden, sondern auch die Unterstützungsstruktur professioneller Hilfen durch den transdisziplinären Ansatz des Projektes Reallabor Frühe Hilfen weiterentwickelt wird.

  • Kontakt

    Dr. phil. Alexander Parchow
    +49.521.106-70085
    alexander.parchow@hsbi.de

  • Veröffentlichungen